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| Kinder-Uni
Lexikon Was macht man im Studium eigentlich den ganzen Tag? Was ist die Cafeteria/Mensa und wie und wofür bekomme ich an der Universität ein Zeugnis? An der Uni geht es ein wenig anders zu als in deiner Schule. Vieles hat komplizierte Bezeichnungen, meint aber oft ähnliche Dinge, wie die, die ihr bereits kennt. Wenn ihr mehr über die Uni-Welt wissen möchtet, könnt ihr euch mit dem nachfolgenden Kinder-Uni-Lexikon schon mal vorab schlau machen und vieles über den Universitätsbetrieb erfahren. Schritt für Schritt zum Bachelor, Master, Doktor Während deiner Zeit als Schüler oder Schülerin besuchst du verschiedene Schulen (Primarschule/Volksschule, Oberschule, Realschule, Hauptschule, Gymnasium, Kantonsschule ...). Schritt für Schritt erlangst du mehr und mehr Wissen. So ist es auch an einer Universität. Hier unterscheidet man heute drei Stufen der Ausbildung:
Am Ende jeder Ausbildungsstufe erwirbt man sich einen akademischen Grad (Titel), der in einem Diplom ausgewiesen ist. Im Rahmen einer akademischen Feier wird der Titel verliehen und das Diplom überreicht:
Das klingt wahrscheinlich etwas fremd für dich, doch in der grossen weiten Welt sind diese Titel/Abschlüsse alle sehr bekannt und vor allem anerkannt. Die Professorin / Der Professor Die Professorinnen und Professoren sind die Lehrer der Universität! Sie geben Vorlesungen und Seminare und sorgen dafür, dass die Studenten gut ausgebildet werden. Ausserdem forschen sie zu verschiedenen Themen in ihren Fachbereichen und kennen sich in darin besonders gut aus. Deswegen lassen sich grosse Firmen manchmal von Professorinnen und Professoren beraten oder verwenden Techniken und Materialien, die bei der Forschungsarbeit gefunden wurden. Selbst Politiker fragen Professorinnen und Professoren nach ihrer Meinung, wenn es um schwierige Themen geht. Übrigens veröffentlichen Professorinnen und Professoren regelmässig die Ergebnisse ihrer Forschungen in speziellen wissenschaftlichen Zeitungen. Professorin oder Professor kann nur werden, wer ein echter Experte seines Faches ist. Die Doktorin / Der Doktor Als erstes denkt man dabei an eine Ärztin bzw. Arzt. Aber auch in jedem anderen Fach kann man nach Abschluss seines Bachelor- und Master-Studiums noch "seinen Doktor" machen. Der Weg dahin dauert mehrere Jahre und schliesst mit einer Doktorarbeit (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung ab. Wenn die junge Doktorin bzw. der junge Doktor fleissig forscht, kann sie bzw. er zur Dozentin bzw. zum Dozent und Professorin bzw. Professor werden. Die Rektorin/ Der Rektor Was in eurer Schule die Direktorin oder der Direktor ist, ist an der Universität die Rektorin bzw. der Rektor. Sie oder er leitet die Universität und plant zusammen mit den Professorinnen und Professoren, wie die Zukunft der Universität aussehen soll. Das Klopfen Am Schluss eines Theaterstücks klatschen die Leute, aber in der Universität ist das meistens anders. Da klopfen die Studentinnen und Studenten nach der Vorlesung als Dank und Anerkennung auf die Tische. Der Fachbereich / Die Fakultät Die einzelnen Studienfächer eines Fachgebietes (z. B. Betriebswirtschaft, Finanzdienstleistungen, Wirtschaftsinformatik) sind zu einem Fachbereich oder an grossen Universitäten zu Fakultäten zusammengeschlossen. Die Immatrikulation oder Einschreibung Um einen Studienplatz zu bekommen, muss man einen Brief (Bewerbung) an die Universität schreiben, der beinhaltet, dass man sich besonders für ein Fach interessiert und es gerne studieren möchte. Ob die Universität zusagt oder nicht, hängt oft vom Notendurchschnitt des Matura-Zeugnisses ab. Wer in der Schule gute Noten hatte, hat auch grosse Chancen auf den Studienplatz seiner Wahl. Wenn man einen Studienplatz erhalten hat, "schreibt man sich ein" und bekommt von der Universität einen Studienausweis. Diese Einschreibung als Studentin oder Student nennt man "Immatrikulation". Die Inskription Die Inskription bezeichnet jenen Vorgang, den die Studentinnen und Studenten zum Beginn eines jeden Semesters machen und dabei angeben, welche Vorlesungen, Seminare, Übungen etc. sie im kommenden Semester besuchen werden. dies ist für die Studienverwaltung und die Universitätslehrerinnen und Hochschullehrer sehr wichtig, denn nur so können die Lehrveranstaltungen auch gut organisiert und vorbereitet werden, wenn man weiss, wer und wie viele kommen werden. Die Bibliothek Eine Bibliothek (Büchersammlung) ist eine Einrichtung oder der Ort (ein Bibliotheksbau) einer geordneten und benutzbaren Sammlung von Büchern und anderen Veröffentlichung und Informationen oder eine solche Sammlung selbst. Eine andere Bezeichnung für (vor allem öffentliche) Bibliotheken ist die Bücherei oder auch die Mediothek. Auch die Universität Liechtenstein hat eine Bibliothek. Diese Bibliothek ist mit weiteren Bibliotheken zusammengeschlossen und so kann man auf viele Bücher und Zeitschriften zugreifen, die man für das Studium und die Forschung benötigt. Die Mensa / Die Cafeteria "Mensa" bedeutet auf Latein "Tisch". An der Universität kann das auch gut mit "Mittagstisch" übersetzt werden, denn die Mensa oder Cafeteria ist das Gebäude in dem die Studierenden zu Mittag essen. Die Mensa kocht für alle Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni. An der Universität Liechtenstein gibt es in der Cafeteria täglich drei Gerichte zur Auswahl, die sich die Studierenden an der Theke abholen. Der Campus Die Universität Liechtenstein ist eine "Campus-Uni". Fachbereiche sind benachbart in denen geforscht und gelehrt wird. Professorinnen und Professoren und Mitarbeiter verschiedener Fachbereiche können sich sehr gut austauschen, und die Studierenden können leicht auch einmal Vorlesungen anderer Fachbereiche besuchen, weil der Weg zueinander nicht weit ist. Eine Cafeteria und eine Bibliothek sind angesiedelt und leicht erreichbar. Auch ein Studentenwohnheim ist in der Nähe vorhanden. Das alles macht einen Campus, auf Latein "Feld", aus. Die Kommilitonin / Der Kommilitone Was in der Schule die Klassenkameraden sind, sind in der Universität die Kommilitonen, das heisst die, die ebenfalls studieren. Das Semester An der Universität wird nicht in Schulhalbjahren gerechnet, sondern in Semestern. Das Wintersemester beginnt Anfang Oktober und das Sommersemester im März. Jedes Semester dauert sechs Monate. Zwei Mal im Jahr gibt es die vorlesungsfreie Zeit, die ein bzw. zwei Monate lang ist. Die kann man aber nicht mit den Schulferien vergleichen. Die Studentinnen und Studenten müssen den Grossteil dieser Zeit Praktika machen oder Arbeiten schreiben. Um sich auf Arbeiten und Prüfungen vorzubereiten, lesen sie manchmal viele dicke und dünne Bücher in der Bibliothek. Die Vorlesung In Vorlesungen halten die Professorinnen und Professoren einen Vortrag über ein bestimmtes Thema und die Studentinnen und Studenten hören zu und machen sich Notizen. Eine Vorlesungsstunde dauert meistens 45-60 Minuten. Das Seminar Während in den Vorlesungen nur zugehört wird, können die Studentinnen und Studenten in den Seminaren über Themen diskutieren. Der Dozent (Leiter des Seminars) kann auf Fragen eingehen und Einzelheiten besprechen. Die Studentinnen und Studenten lernen selber Vorträge zu halten, die man Referate nennt. Das Referat müssen die Studentinnen und Studenten später schriftlich zusammenfassen und dem Dozenten geben, um eine Note oder einen Bestätigung zu bekommen. Die Klausur So wie ihr Klassen(Schul)arbeiten in der Schule schreibt, schreiben die Studentinnen und Studenten auch schriftliche Prüfungen, die man Klausuren nennt. Die Klausuren sind oft sehr lang und können einen ganzen Vormittag dauern. Der Studienabschluss Wie an der Schule schliesst auch das Studium an der Universität mit einem Studienabschluss. Es gibt verschiedene Studienabschlüsse, für die man unterschiedlich lange studieren muss. Welchen man wählt, hängt stark von den eigenen Berufswünschen ab. Will jemand zum Beispiel Ärztin oder Arzt werden, muss er auf jeden Fall den Doktor-Abschluss in Medizin machen. Wer dagegen Firmenchef werden will, für den reicht als Abschluss auch ein Bachelor- oder Master-Diplom in den Wirtschaftswissenschaften. Das Vorlesungsverzeichnis Das ist ein dicker Katalog, in dem alle angebotenen Veranstaltungen aufgelistet sind und aus dem sich die Studierenden ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Das Vorlesungsverzeichnis erscheint zu Beginn eines jeden Semesters. Heute werden die Listen natürlich auch im Internet publiziert.
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